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Steven Jaymes

Hemingway's Cats

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Hemingway's Cats
Hemingway's Cats, Rex Morgan Records, 2007
Steven Jaymes Vocals, Piano, Organ, Acoustic Guitar, Percussion, Programming
Gavin Pearce, Richard Hammond, Mark Costa, Damien Bernard, Leon Gaer Bass
Russell Chandler, Billy Masters, Glenn Bidmead, Eric Rasmussen, Mark Punch Guitars
Gerry Pantazis, Steve Hass, Con Setaneri, Kere Buchanan Drums, Percussion
Stewart Hunter, John Roy Organ
Kim Chandler, Bridgett O'Donahue, John Roy, Genevieve Davis, Bernice Hickford Backing Vocals
Produziert von: Steven Jaymes Länge: 45 Min 43 Sek Medium: CD
1. Hemingway's Cats8. Emily
2. Cry9. Bird On A Wire
3. Expectation10. Lead You Home
4. Manhattan11. Believe
5. Seven12. Never More Alive
6. Higher Pt. 113. Movin' On
7. Higher Pt. 214. Candy

Wem TV-Anwalts-Serien wie "Ally McBeal" oder "Boston Legal" geläufig sind, dem dürfte auch die teils gelangweilt wirkende Hintergrundmusik etwas sagen. Man trifft sich nach Büroschluß in einer der vielen New Yorker oder Bostoner Schicki-Micki-Bars und genehmigt sich noch einen Drink. Typen wie Lemmy, mit einem Krug Wodka-Orange in der Hand, dürften die Besucher jener Stätten dort jedoch eher nicht antreffen, dementsprechend fällt auch die Ausrichtung der Berieselungs-Mucke aus. Gehoben, aber nicht auffällig und immer schön sauber.

Steven Jaymes hat mit seinem Album "Hemingway's Cats" den absolut passenden Soundtrack zu den besagten Langeweilern der privaten (Werbe-)Sender veröffentlicht. Zumindest in den US of A bereits vor drei Jahren. Erst neulich erhalten, habe ich dem Teil einige Durchläufe gegönnt. Allerdings nicht hintereinander. Nach jedem Durchgang musste ein Werk von Herrn Kilmister her, um mich davor zu bewahren, den Schlaf des Gerechten (?) zu halten.

Ein kluger Mann namens 'Lonesome' Dave Peverett sagte einst, "if you don't sweat, it ain't Rock'n'Roll". Wie recht er hatte... denn "Hemingway's Cats" ist alles andere als eine schweißtreibende Angelegenheit. Gepflegte, gar nicht mal schlecht gemachte Musik, ohne einen auszumachenden Hit. Anspruchsvoll mit Sicherheit, weil man schon intensiv hinhören sollte, um sämtliche Details mitzukriegen. Die Frage ist nur, ob irgendein/e Leser/in des Home of Rock dieses Bedürfnis im Fall "Hemingway's Cats" verspüren wird. Interessante Arrangements, ausgefeilte Backing-Vocals und eine abwechslungsreiche Instrumentierung sind zweifellos vorhanden, aber mag unsere werte Leserschaft diese Art von Unterhaltungsmusik?
Für Anhänger des anfangs erwähnten Genres hat Jaymes ein durchaus empfehlenswertes Album veröffentlicht. Den HoR-Geneigten empfehle ich bei Interesse das halbwegs gitarrenlastige Cry. Ansonsten nur für Freunde zurückhaltender Pianoklänge und unaufdringlicher spartanischer Gitarren.

Jürgen Ruland, (Artikelliste), 01.08.2007

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