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Sunstorm

House Of Dreams

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House Of Dreams
House Of Dreams, Frontiers Records, 2009
Joe Lynn Turner Lead Vocals
Dennis Ward Bass
Uwe Reitenauer Guitars
Thorsten Kuehne Guitars
Chris Schmidt Drums
Gunter Werno Keyboards
Produziert von: Dennis Ward Länge: 49 Min 35 Sek Medium: CD
1. Divided7. Save A Place In Your Heart
2. Don't Give Up8. Forever Now
3. The Spirit Inside9. Tears On The Pages
4. I Found Love10. House Of Dreams
5. Say You Will11. Walk On
6. Gutters Of Gold

Was soll man über Joe Lynn Turner eigentlich noch groß schreiben? Selbst der letzte Freak weiß, dass der Mann bei RAINBOW Alben wie "Difficult To Cure" und "Bent Out Of Shape" eingesungen hat, fast ein jeder hat mitbekommen, dass JLT eine kurze Zeit bei DEEP PURPLE weilte, und wenn man sich mit der Diskographie dieses Melodic Rockers ausgiebiger beschäftigt, dann wird klar, dass JLT so ziemlich mit jeder Größe des Genres zusammen gearbeitet hat. Ganz besonders aber auch mit Glenn Hughes (Ex-DEEP PURPLE), obwohl der eigentlich und bekanntlich THE VOICE ist. Auf jeden Fall war das Hughes-Turner-Projekt eine echt rockige und kernige Geschichte, welche mit zum Besten zählt, was die beiden zustande bekommen haben. Schließlich ist es nicht verwunderlich, sondern nur allzu logisch, dass uns auch im Zusammenhang mit dem Projekt SUNSTORM eine Reihe guter Songs erwartet. Logisch, das ist alles wieder sehr melodisch, so eingängig, dass sich jeder, der sich auf der Suche nach musikalischen Verquerungen und Überraschungen befindet, abwenden wird. Allerdings muss man attestieren, dass auch bei SUNSTORM fast jeder Track ein Treffer ist. Vorausgesetzt, man mag es einfach, nett und völlig unspektakulär, dafür aber abgeklärt und mit allen Wassern gewaschen.

Das erste SUNSTORM-Album gab es 2006, eine Idee des Labels, welches die letzte gute Melodie aus JLT ausquetschen will. Oder drücken wir es so aus: Das verkauft sich gut, der Mann ist Programm. Da schlummert noch eine Menge an bereits fertigem Material, welches im Grunde genommen nur darauf wartet, veröffentlicht zu werden. Und durch die guten Verbindungen des Sängers ist es im Falle des Falles auch möglich namhafte Größen zu Rate zu ziehen. Wie auch schon 2006 mit Jim Peterik (Ex-SURVIVOR, PRIDE OF LIONS) geschehen. Das kann also alles für Qualität bürgen. Kann… muss aber nicht!
Eine Reihe von deutschen Musikern, die gerne auf vielen Hochzeiten tanzen, hat sich bereit erklärt und die Mucke eingespielt. Dennis Ward (PINK CREAM 69) ist Bassist, Produzent und Mischer mit eigenem Studio. Da ist der Sound in guten Händen. Was allerdings etwas sauer aufstößt: Da haben die Instrumentalisten dieser Scheibe angeblich gar nicht zusammen mit JLT gemeinsam im Studio gespielt. Alles, was recht ist, doch da wandern eben die Files per Datenautobahn über den großen Teich und der große Maestro am Mikro zieht daheim sein eigenes Ding durch. Auch wenn man es nicht sofort hört, hat das den Beigeschmack, dass (wie so oft) aufgrund der vielen, vielen Veröffentlichungen ein bisschen die Seele fehlt. Ein Wagnis, das eigentlich eine eigene Story verdient hätte.

Nun gut, sowohl Devided als auch Don't Give Up, in absoluter JOURNEY-Manier, graben sich in die Hörmuscheln. The Spirit Inside beinhaltet so ziemlich jede abgegriffene Melodie, die es auf diesem Planeten gibt, I Found Love, mit nervigen Synthies, lässt das Hosenbein flattern, und Say You Will schmalzt sich erwartungsgemäß ins Hirn. Brutal, wie alt alles ist und wie sehr es sich wiederholt. Nun aber weg vom negativen Anstrich, denn die Songs werden perfekt inszeniert, was wiederum für die Qualität aller Beteiligten spricht.
Alles ist "80ties-like", alles wurde bereits anderswo verwendet, und doch ist die Scheibe sicherlich gut und nett anzuhören. Sie vergeht eigentlich wie im Fluge und nervt nicht. Der frühlingshaften Natur angepasst macht man mit SUNSTORM wenig bis gar nichts verkehrt, ein Reißer hingegen ist es natürlich nicht!

Ralf 'Jogi' Ruhenstroth, (Impressum, Artikelliste), 01.05.2009

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