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| Masquerade, Eigenvertrieb, 2008 |
| Sandra Pfeiffer |
Vocals |
| Daniel Philip Brenner |
Bass |
| David Marx |
Drums |
| Andreas Marx |
Guitars |
| Pascal Meyer-Ponstein |
Keyboards |
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Länge: 50 Min 40 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Masquerade | 7. Cornflowers |
| 2. Ladder To The Stars | 8. A Natural Difference |
| 3. Chocolate Bar's Aftermath | 9. Midsummer |
| 4. Unshackled Waters | 10. Time Is Now |
| 5. Left Back In A Box | 11. Unfortunate Love Story |
| 6. The Morning | 12. Reality Circus |
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Sind THE NURI aus deutschen Landen gefährdet, dass ihr Debüt-Scheibchen "Masquerade" vom Esel getrieben wird oder sind sie heftigst "bit-torrent-gefährdet"? Ich glaube nicht, aber sie bauen vor und bieten diesen ansprechenden Rundling doch tatsächlich zum freien Download an. Das hätte ich nicht gemacht, auf der anderen Seite leistet man sich eine Aufforderung an Interessierte, ohne sich wirklich anzubiedern, soll heißen: Wenn die Formation es so wünscht, dann saugt euch das Teil über die Homepage. Umso erstaunter ist man, wenn die Original-Scheibe in den Händen liegt, welche in einem schmucken DigiPack daher kommt. Dafür gibt es bereits T-Shirts in allen Größen ab € 34,90 mit den Initialen eines großen Sportartikelherstellers und den 5er-Pack Buttons ab € 8,40. Also alles bestens durchorganisiert und gut vorbereitet.
Bei den beiden Eröffnungstracks Masquerade und Ladder To The Stars wird sich der geneigte Rock-Prog-Fan auf die Suche nach einem Schraubendreher begeben, um einen Griff zum Wegschmeißen zu installieren. Zu sehr geht die Chose in den Alternative-Einheitsbrei. Doch dann, im weiteren Verlauf kommen THE NURI gewaltig aus dieser Nische heraus und präsentieren uns erstaunlich gute Songs. Nun, dass hier keine Anfänger am Werk sind, bemerkt man zügig. Dazu eine elegante weibliche Stimme von Sandra Pfeiffer, die meines Erachtens noch etwas emotionaler agieren dürfte, und durchweg wohl dosierte Instrumentierungen, die zudem extrem abwechslungsreich sind. Einen unsäglichen Vergleich mit WITHIN TEMPTATION ziehe ich erst gar nicht und die auf der Website zitierbaren DREDG sind es auch nicht unbedingt, die wir in der Musik der Darmstädter wieder finden. Vor mir gibt es den Hinweis auf ein eigenständiges Profil, welches das Album lohnens- und empfehlenswert macht.
THE NURI offerieren uns etwas Rock-Pop in Chocolate Bar's Aftermath, bevor uns das Gitarren-Instrumental Unshackled Waters und das anschließende Left Back In A Box tief in die Musik der Gruppe eintauchen lassen. Düstere Metal-Riffs werden von bombastischen Synthie-Sounds verstärkt, zwischendrin leichtgängige Pianos, und THE NURI vermitteln einen dezent doomigen Anstrich.
The Morning schwebt dahin, man könnte die Nummer auch im Neo-Prog ansiedeln. Tragende und schwere Tasten vermitteln eine eindrucksvolle melodische Atmosphäre.
Spätestens in Cornflowers fällt auf, dass diese eigene Produktion mehr als amtlich ist. Es wird gerockt was das Zeug hält, die Harmonien kommen etwas verquer, die Band setzt in A Natural Difference ihren eingeschlagenen Weg in den New Artrock fort. Erfreulicherweise steigern sich THE NURI und halten für den Hörer eine Spannungskurve aufrecht, und so heißt es bis zum Ende, immer wieder Neues zu entdecken. Das Beste kommt oftmals gegen Schluss. Midsummer begeistert mit seiner gebotenen Ruhe und Time Is Now hält eine enorme Rhythmenvielfalt für uns bereit. Astrein!
Den proggigen Obervogel schenken uns THE NURI dann mit dem abschließenden Reality Circus, in dem noch mal alle Register gezogen werden. Die Formation rockt sich mit unterschiedlichen Tempi durch das Wohnzimmer und macht schließlich unmissverständlich klar, dass sie ernst zu nehmen sind und sich mit einem würdigen Nachfolger zu einer Band mausern können, der erhebliche Beachtung in der Szene geschenkt werden muss. Im Home of Rock gibt es schon jetzt den Tipp!
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