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The Plastic Pals

Good Karma Café

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Polythene Records
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All Music Guide (englisch)

Unser Disclaimer
Good Karma Café
Good Karma Café, Polythene Records, 2008
Håkan "Hawk" Soold Guitars & Vocals
Olov Öqvist Drums & Percussion
Anders Sahlin Guitars & Backing Vocals
Bengt Alm Bass & Backing Vocals
Gäste:
Chris Cacavas Organ (She's Going Back, The Best Kept Secret & There's Wind On The Moon), Electric Piano (Good Karma Café)
Peter "Stamperfreon" Forsman & Björn Öqvist Backing Vocals
Lars Cleveman Piano (Long And Lonely)
Jason Shogren Lap Steel (Good Karma Café & Shadow Of A Dream)
Amanda Hofman-Bang Cello (Good Karma Café)
Johan Klint Violin (Good Karma Café)
Cecilia Undemark & Emma Hernlund Cello (Good Karma Café)
Produziert von: Björn Öqvist & Håkan Soold Länge: 38 Min 47 Sek Medium: CD
1. Here Comes the Sun6. Good Karma Café
2. She's Going Back7. Shadow Of A Dream
3. Long And Lonely8. Suicide Bomber
4. The Best Kept Secret9. There's Wind On The Moon
5. Gone With The Wind10. Let's Pretend This Isn't True

THE PLASTIC PALS aus Stockholm haben ihr Debutalbum "Good Karma Café" in 2008 veröffentlicht. Alter Schwede! Was kommt da nicht alles aus dem Land, das Bier zu Recht 'Öl' nennt (das musste jetzt sein).
Auf ihrer MySpace-Seite wird die Musik wie folgt definiert: "Too rootsy to be called garage, too poppy to be called rootsy, too garage rocking to be called americana or alt-country."
Nachdem wir diese Quadratur des Kreises, wie jede andere auch, nicht werden auflösen können, so nett sie auch ist, könnte man das Ganze auch als Roots Rock mit einem Classic Rock Touch und 'Guitars all over the place' beschreiben, wobei die Jungs für richtigen Roots Rock tatsächlich zu elegant sind. Man sieht förmlich, wie sie sich morgens nach einer Nacht mir ausreichend Schlaf und einem guten, vitaminhaltigen Frühstück die Krawatten mit ganz kleinen Knoten binden und dann ihrem Business - Gute Musik für nette Leute - in schwarzen Jacketts und engen Hosen nachgehen.

Tatsächlich kommen Erinnerungen an etwa den frühen Joe Jackson hoch, oder auch an die etwas holprigeren GREEN ON RED (RIP). Dabei ist die Musik der PALS etwas mehr Easy-Listening-Pop als Jackson, der mit "Look Sharp!" ja ein New Wave Punk Pop Meisterwerk geschaffen hatte. Soweit sind die PALS nicht, aber das ganze hat durchaus einen sehr sexy Appeal. Man könnte, wenn man gut gesinnt ist, auch BEATLE-eske Harmonien und Schönklang hören, aber das kann man schließlich bei etwa 25% alle Mucke (die anderen 75% teilen sich die STONES, WHO und BLACK SABBATH zu gleichen Teilen, oder? Herrgott, jetzt habe ich LED ZEP vergessen ... also, warte mal … 75 durch 4…). Scheppernd bringen sich zudem die VELVET UNDERGROUND in Erinnerung, und da ist Lou Reed nicht weit, und jetzt haben wir wirklich alles abgegrast.
Runter geht das allerdings wirklich wie Öl. Auch in den langsameren oder ernsteren Songs fehlt jegliche Schwermut oder Bedeutungshascherei - Pop at ist best.

Zu bemängeln ist der besonders bei den Soli schrille Gitarrensound - ich habe so das Gefühl, das ist nicht 100% so gewollt; jedenfalls klingt es nicht gut.
Here Comes The Sun (nicht die Sonne der BEATLES) ist ein vorwärts gehender Rocksong über einem fetten Bass und treibenden Drums inklusive etwas abgeschwächten Lou-Reed-mäßigen Vocals. Mitten drin ein twangy Guitarsolo der etwas schrägen Art - der Mann sucht die Töne während er spielt, denkt man.
She's Going Back ist schneller Country-Pop mit Riffwechseln in der Songmitte, was den Song schön abwechselnd gestaltet, wie guter Pop sein sollte. Long And Lonely gefällt mit engelsgleichem 'HuHu'-Chorus, ein bisschen à la QUEEN, und das wieder über diesem fetten Bass. Gut.
The Best Kept Secret beginnt mit einem Riff, Bass und Drums setzen ein, wobei der Bass in höheren Tonbereichen beginnt; nur um dann den nächsten Teil des Songs dadurch zu betonen, dass er plötzlich fett pumpt - und dann wieder locker lässt. Wieder ein Solo der suchenden Töne, und mit einem Mal steht Pete Townshend vor meinem inneren Auge. Jede wette, dass Håkan Soold die eine oder andere WHO CD im Schrank hat; aber wer hat das nicht? Und so geht es weiter, bei There Is Wind On The Moon gefällt sich Håkan im Solo in Rockstarpose, und Let's Pretend… knistert wie eine alte LP - nett, aber überflüssig.

Alles in allem höchst unterhaltend, das. Let's keep an eye on these guys.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 23.04.2009

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