| Vainglory, MTM Music/SPV, 2007 |
| Kate French | Vocals |
| Corbin King | Guitars |
| J. M. Youngblood | Guitars |
| Chris Banja | Bass |
| Dan Lynch | Drums |
| Produziert von: Vainglory |
Länge: 66 Min 12 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Walking dead | 7. Decapitation attack |
| 2. Burdened | 8. Act of god |
| 3. The only way I know | 9. Vainglory |
| 4. Face of death | 10. Endlessly |
| 5. Midnight hellfire | 11. Blackened soul |
| 6. Undying love | 12. My living hell |
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Kate French an den Stimmbändern. Da war doch mal was... Richtig, die Dame kennen wir doch noch als Nachfolgerin von Leather
Leone bei CHASTAIN aus dem vorigen Jahrhundert.
Mit ihrer aktuellen Band VAINGLORY setzt die Brüllamazone auch ohne den hyperproduktiven Gitarrenhexer David T. Chastain die
künstlerische Linie der gemeinsamen Band mit allen Stärken, Schwächen und bewundernswerter, je nach persönlicher
Betrachtungsweise kann man auch sagen sturer, Konsequenz fort.
In der Praxis bedeutet dies harter, bisweilen brutaler US Metal auf technisch hohem Niveau, der keinerlei Kompromisse
eingeht. Typisches Merkmal sind dabei neben Kate Frenchs herb-maskulinen Gesang die mit musikalischen Ideen geradezu
gespickten Kompositionen und wie schon in der Vergangenheit bei CHASTAIN schießen VAINGLORY damit ein ums andere Mal weit
über das Ziel hinaus.
Man gönnt dem Hörer keine Atempause und haut ihm lieber noch ein paar Extrariffs oder Rhythmusmuster um die Ohren. So wird
ihm zwar ständig etwas geboten, das ihn fordert und aufhorchen lässt, aber diese Überfrachtung führt auch dazu, dass die
Songs an sich zu sperrigen Klangmonumenten mutieren, die den Hörer geradezu erschlagen. Das ist irgendwo feiner
Headbanger-Stoff, aber es sind auch mit erschreckend wenig Wiedererkennungswert ausgestattete Songs.
Griffige Refrains oder gar Hooks sind nicht nur Mangelware sondern totale Fehlanzeige. Die Band peitscht ihre oft die
Fünfminutenmarke sprengenden Kreationen gnadenlos durch und am Ende nickt man zwar anerkennend mit dem Kopf, weil das soeben
gehörte wirklich nicht von schlechten Eltern war, hat es aber genauso schnell vergessen, wie man zuvor seiner Faszination
erlegen ist.
VAINGLORY fehlt die ordnende Hand. Jemand der beschwichtigend auf sie einwirkt und die Kompositionen entrümpelt, sie von
egozentrischem Ballast befreit und in geordnetere Bahnen lenkt. Jemand, der ihnen klar macht, dass weniger manchmal mehr ist,
ohne sie dabei ihrer typischen Charakteristika zu berauben. Keine leichte, aber eine unvermeidliche Aufgabe, denn sonst
werden VAINGLORY das Schicksal von CHASTAIN teilen: Eine kleine verschworene Fangemeinde wird sie vergöttern, der Durchbruch
zu breiteren Publikumsschichten wird ihnen aber dauerhaft versagt bleiben.
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