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| Last Kiss, Artist Garage, 2009 |
| Zachary Richard |
Vocals, Guitar |
| Eric Sauviat, Guy Kaye, Bill Dillon |
Guitars |
| Sylvain Quesnel |
Mandolin |
| Nicolas Petrovski |
Mandolin, Tambourine |
| Nicolas Fiszman, Tony Hall, Larry Klein |
Bass |
| Denis Courchesne, Johnny Vidacovitch, John Ferraro |
Drums |
| Bill Summers |
Percussion |
| David Torkanowsky |
Piano, Hammond B3 |
| Larry Goldings |
Piano |
| Matt Rhody, Sam Craft, Freddy Koella, Carla Kihlstedt |
Violin |
| Dave Rebeck |
Viola |
| Jack Craft |
Cello |
| Matt Clifford |
Harmonium |
| Elie Jalbert, Susan Cowsill, Theresa Andersson, Lucy Burnett, Chales Elam, Philip Manuel, Jamal Reid, Yolanda Robinson, Dona Lisa Ware |
Vocals |
| Céline Dion |
Vocals (The Acadian Driftwood) |
| Produziert von: Zachary Richard & David Torkanowsky |
Länge: 52 Min 01 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Dansé | 7. Some Day |
| 2. Fire In The Night | 8. Sweet Daniel |
| 3. Levee Broke | 9. Come To Me |
| 4. The Last Kiss | 10. Au Bored De Lac Bijou |
| 5. Just Ain't Enough | 11. The Ballad Of C.C. Boudreaux |
| 6. Give My Heart | 12. The Acadian Driftwood (Duet with Céline Dion) |
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Sommer, 2007. English Bay, Vancouver (Kanada). Festival of Lights. Ein Strand voller Kanadier die auf ein Feuerwerk warten, und ich mitten drin. Gesponsered wird das ganze von einem lokalen Radiosender, der live überträgt und zu diesem Zweck eine große Empore mit riesigen Lautsprechern aufgebaut hat, von der aus ein DJ seine Parolen und eine merkwürdige Auswahl von Songs ins Publikum schleudert. Weder das eine noch das andere kommt besonders gut an. Könnte auch daran liegen, dass man in Kanada in der Öffentlichkeit keinen Alkohol trinken darf. Als es langsam dunkel wird und das Feuerwerk nicht mehr all zu weit entfernt ist, wird es plötzlich leiser. Der DJ kündigt die aktuelle Single vom neuen Album von Zachary Richard an. Die eine Hälfte des Publikums fängt an zu schmachten, die andere verdreht genervt die Augen. Ich bin immer noch mitten drin. Immer noch ohne Alkohol.
Auffällig genug: Der gute Zack ist US-Amerikaner, der seine größten Erfolge in Kanada feierte, was vor allem daran liegt, dass er sich frankophil gibt und normalerweise französisch singt. Auf "Last Kiss" aber, versucht er es zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder auf Englisch.
Dabei ist ihm ein grundsolides Album gelungen. Genau das was man erwartet, wenn man ihn kennt. Ziemlich viel Pop, ein bisschen Folk, hier und dort etwas Country (sacht im Hintergrund), dazu immer mal wieder kreolische Einflüsse. Die Stimmung ist dabei träge bis schwermütig. Alles sauber komponiert, sauber eingespielt, sauber produziert. Alles okay und nett. Friedefreudeeierkuchen. Das ermüdet!
Richards geht zu keiner Zeit ein Risiko ein. Business as usual, alles wie immer eben. Dabei hebt sich auch kein Song wirklich von den anderen ab. Da ist The Acadian Driftwood, ein Duett mit Céline Dion, das man wieder vergisst wenn man es gehört hat (übrigens ein Cover des gleichnamigen Song von THE BAND) und ein Gitarrensolo in Dansé, das genau dann kommt wenn man es erwartet und auch genauso klingt wie man es erwartet. Ein Uptempo-Stück sucht man übrigens vergebens.
Verstärkt wird dieses leicht fade Gefühl noch durch die seichten, bis schmalzigen Texte. Manches ist simpel ("Burning like a fire in the night"), anderes kitschig ("But the only way that I'll b leaving Louisiana is if I'm swept away in the flood…"). Und wer ist eigentlich C.C. Boudreaux? Kenne ich den? Wieso kenne ich den nicht? Muss man den kennen? Hat er was mit Bojangles zu tun? Auflösung: Es war Zachary Richards Lieblingsonkel.
Gesamtfazit: Nicht schlecht. Oh nein. Wer auf Kuscheliges steht, könnte hier CD-Player-Futter finden. Nur bitte nicht erwarten, dass sich hier jemand neu erfindet oder ein Lebens-Zwischenfazit zieht. Für Richard, das ist der bleibende Eindruck, ist das nur eine Platte von vielen.
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