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Texas Cufflinks

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Texas Cufflinks
Texas Cufflinks, Shovelhead Records, 2006
Fog Johnny Bass, Vocals, Lyrics
Neil Chapman Guitars, Composition, Vocal, Harmony Vocals
Smilin' Bob Adams Harp
Gäste:
Chris Lingard, Terry Martel, Rick Vator, Tony Nolasco, Frank Zieger Drums
Trevor Horsfall Guitar, Slide Guitar
Horatio Nelson Shaker
Bill King Keyboards
The Ghostly Horde Backup Vocals
Länge: 38 Min 06 Sek Medium: CD
1. Texas Twister6. Cheapseats
2. Fast Ford Freddy7. Cock Of The Rock
3. Shotgun8. Good Lovin'
4. Mortal Man9. Front Porch
5. Voodoo Love10. The Big Smoke

Hey, denke ich, die neue ZZ TOP. Echt gut. Hat Schmiss. Sind die Herren in den Jungbrunnen gefallen? Doch nein, ein Blick auf das Cover klärt mich auf: ZED HEAD heißt die Truppe, die da anfängt, wo die Herren um Gibbons und Co. aufhören. So könnten die ZZ TOP heute klingen, wenn sie nicht hätten Kohle machen wollen, sondern einfach nur als klasse Band weiter gemacht hätten.
Dabei weist das kleine rote Ahornblatt die Jungs als Kanadier aus. Die Band besteht aus dem Dusty Hill "Lookalike" Johnny The Fogman, Neil Chapman und Smilin' Bob Adams. Einen festen Drummer hat die Combo nicht, fünf Leute teilen sich den Job. Auch weitere Musiker wie ein Slidegitarrist und ein Keyboarder werden bei Bedarf geholt.

Die Scheibe schiebt wie die Shovelhead auf der Rückseite des Bookletts. ZED HEAD spielen auf, als wollten sie den alten Herren von ZZ TOP mal zeigen, wo der Hammer hängt. Bluesrock und Boogie gepaart mit einer satten Portion Southern Feeling.
Der Opener Texas Twister kommt bluesig daher und Smilin' Bob Adams lässt es auf der Harp richtig krachen. Fast Ford Freddy ist eher ein Southern-Boogie. Ob es dabei um unseren Fred geht? [Nope! Der Song müsste sonst "Earthquake Fred" heißen] Die Frage kann er nur selbst beantworten. Ich glaub mal eher nicht.
Im funkigen Shotgun liefert sich Smilin' Bob auf der Harp feine Fights mit Neil Chapman an der Gitarre. Ab hier kann man sich sicher sein, dass ZED HEAD mit ZZ TOP nichts mehr zu tun haben. Die Ehrlichkeit und Spielfreude der Band garantiert auch weitere sieben Highlights auf dem Silberling.
Mortal Man erinnert anfangs etwas an das berühmte La Grange, wird aber in den Refrain-Passagen immer wohltuend aufgelöst. Hier liefert The Ghostly Horde auch die Backup Vocals.
Voodoo Love erinnert an Johnny Winter. Hier zeigt auch Smilin' Bob Adams auf der Harp erstmals, was er zu leisten imstande ist [vorher hat er auf dem Kamm geblasen? Red.].
Cheapseats ist ein Slowblues, bei dem Trevor Horsfall erstmals die Slideguitar einsetzt. Auch Bob Adam glänzt. Cock Of The Rock beginnt mit Sphärenklängen, ist dann aber ein harter Desertrock. Hier werden scharfe Gitarren-Attacken geritten, während Bob Adams Pause hat. Der spielt dann bei dem Boogie Good Lovin' wieder mit, allerdings greift hier auch Bill King in die Tasten.
Front Porch ist ein fast akustischer Blues mit Percussion und Bongos sowie Trevor Horsfall auf der Slideguitar. Natürlich hat hier Smilin' Bill Adams einen Hauptpart. The Big Smoke bringt dann einen Midtempo Boogie mit Gitarren/Harp Duellen und einem vorsichtigen Bill King an den Tasten.

Dieses kanadische Power-Trio setzt da an, wo ZZ TOP und Johnny Winter in den achtziger Jahren aufhörten. In ihrem Texas-Boogie-Rock mit Southern-Einflüssen entdeckt man immer wieder Reminiszenzen an diese Größen, besonders in den Gitarrenlinien Neil Chapmans. Eine großartige Scheibe, die Spaß macht. Hoffentlich hört man noch mehr von ZED HEAD.

Manfred Hörstmann, (Artikelliste), 02.06.2008

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