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81db

Impressions

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Impressions
Impressions, Rising Records, 2011
Filippo Capursi Drums
William Costello Vocals
Kostas Ladopoulos Guitars, Bouzouki, Sitar, Background Vocals
Vieri Pestelli Bass
Gäste:
Berdella Endress Whispering (Luna)
George Grissom Backing Vocals (Captcha)
James Pierce Trombone (Jabberwocky)
Randy Sage Circus Announcer (Freak Show)
Produziert von: Sylvia Massy & Kostas Ladopoulos Länge: 45 Min 35 Sek Medium: CD
1. Code 848. Captcha
2. The Last Laugh9. Light Path
3. Won't Follow You10. Luna
4. Jabberwocky11. Petrified (Medusa)
5. Wasting My Time12. Freak Show
6. Agorà13. Impressions
7. Patience

Ich weiß ja nicht, was sie diesen vier Herren in ihrer Kindheit in den Kaffee gekippt haben, aber es scheint irgendwie für eine gewisse Hyperaktivität gesorgt zu haben. Anders kann ich mir die Art und Weise dieses Albums nicht erklären.
Mit "Impressions" legen 81db inzwischen ihren zweiten Trommelfellbefeuerer auf die Ladentheke und der knallt und kracht dermaßen aus den Boxen, dass man es feinfühligen Menschen nicht zwingend zum Geburtstag schenken sollte. Geschickt verbinden die Italiener mit dem griechischen Sänger Metallriffs mit abgedrehten Songstrukturen und sorgen so für Kurzweiligkeit. Kein Song gleicht dem anderen, was allerdings auch dazu führt, dass man sich fast jedem Song wieder neu öffnen muss. Nach dem Intro werden die Riffs in bester THE OFFSPRING-Manier durch die Boxen gejagt (Ähnlichkeiten mit Pretty Fly For A White Guy sind nicht von der Hand zu weisen), um im folgenden Won't Follow You noch eine Schippe METALLICA nachzulegen. Aber Obacht: mit polkaristisch-griechischer Folklore geht es durch die Strophen.
Mit Jabberwocky dürfte man all denen ein Schmankerl in den Player legen, die auch an SYSTEM OF A DOWN ihre Freude haben. Herrlich schräg. Wasting My Time bietet sich als der "gefälligste" Song an, was aber in keinster Art und Weise bedeutet, dass hier die Qualität sinkt. Agorà ist das Vorspiel zu Patience, das allen Freunden des modernen Metal dicke Kullertränen in die Augen treiben dürfte. Dazu wird noch das Hotel aus Kalifornien verarbeitet und weiter geht's mit Captcha. Hier könnten auch CLAWFINGER Pate gestanden haben.
Light Path leitet smoothig-schmusig in Luna über, welches aber kein Schlaflied darstellt. Hier geht es mit Wirrungen und einer ausufernden Solopassage zwischen akustischer und elektrischer Gitarre zügellos weiter. Petrified (Medusa) ist wieder eine Metalkeule, die keine Fragen offen lässt. Freakshow markiert einen weiteren Punkt, wie man abgedrehte Ideen zu einem faszinierenden Lied zusammenbasteln kann. Hörenswert. Zum Abschluss gibt es dann das instrumentale Titelstück, welches nicht weiter vorgestellt werden muss.

Wer diese Achterbahnfahrt der Italiener lautstark mitgemacht hat, dürfte im Mehrfamilienhaus nicht mehr unbedingt viele Freunde haben, aber sicherlich eine CD im Player liegen haben, an der man sich noch länger erfreuen wird - oder muss. Je nachdem in welcher Wohnung man sich gerade befindet. Diese Scheibe rockt und hat Potential. Bin sehr gespannt, wie viele krude Ideen noch durch die Synapsen gekrochen kommen. Das sollte man auf alle Fälle unter Beobachtung halten.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 11.07.2011


 
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