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9 Chambers

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9 Chambers
9 Chambers, AFM Records, 2011
Greg Hampton Vocals, Guitar
Ed Mundell Guitar
Jorgen Carlsson Bass
Vinnie Appice Drums
Produziert von: Greg Hampton Länge: 61 Min 21 Sek Medium: CD
1. Life Moves On8. Can't Turn Your Back
2. Majick Number 9. Other Side Of Time
3. One Thing Missing10. Indeed The Sun
4. Know Your Enemy11. Use U Up
5. What's It Gonna Get U12. Cut-N-Run
6. All But Done13. No Escape
7. Bury Yourself 14. Darker Side Of Sunshi

Das Problem mit Vinnie Appice (BLACK SABBATH / HEAVEN & HELL) an den Drums ist, dass man ihn ganz fest einbinden muss und außerdem für den richtigen Sound sorgen sollte. Dieser, einer unser Lieblingsschlagwerker, der etwa "Mob Rules" von SABBATH ganz wunderbar verziert hat (er stammt übrigens wie weiland WHO's Keith Moon aus der 'Harder'n'More Beats' Drum Schule in Londons Eastdown Bunker Stadtviertel - so benannt nach den zahlreichen Schutzräumen aus den vierziger Jahren, die nun der Bevölkerung Schutz gegen den allgewärtigen, übermäßigen Lärm bieten) und dortselbst von tonnenschweren Iommi-Riffs und Geezer'n'Bass Monstern passend eingerahmt und zurückgehalten wurde, dieser also findet in der Post-FACES-Garagenband Produktion Greg Hamptons (Alice Cooper) keinen würdigen Gegenspieler und zerballert ein ums andere Mal die eh' nur schwer erkennbaren Songstrukturen der neun Kammern.

Auch Hamptons und Mundells (MONSTER MAGNET) Arbeit an den Six Strings geht im Chaos der Produktion über weite Strecken unter, und wenngleich man das sleaze-typisch nennen und in die lange Reihe derer, die den FACES und ihrem wenn-nicht-jetzt-dann-eben-später Einsatz der Instrumente nacheifern, einordnen kann - muss einem das nicht gefallen. Zumal - siehe oben - Appices Drums eher weich und untypisch klingen - hätte ich nicht gelesen, dass er es ist, hätte ich es nicht geglaubt.

Wüst, mit einem hysterischen Geschrei und wilden Gitarrenattacken geht es los in Life Moves On - allein - wo ist der Refrain, oder irgendeine Struktur erkennbar, außer, man nennt 'laut und schnell und viel Noten' 'Struktur' und ist fertig? Es dauert bis Bury Yourself, bis sich das bessert, wobei auch das kein Glanzlicht ist. Oftmals auf der eher düsteren Seite des Lebens angesiedelt, jagen sich die beiden Gitarristen um Plätze am Solo Sonnenlicht, wird … auch gesungen (meist ganz fürchterlich verhallt und ganz da hinten - mach' mal eine die Tür auf und lass den Mann rein) und Freund Jorgen darf für ein Titanic-mässiges Fundament sorgen, mit eben dem Effekt, dass sein Beitrag dafür sorgt, überbetont wie er ist, dass das Rockship fast gänzlich unter der Wasserlinie entenbleiern dahinschwimmt.

Nun könnte das trotzdem gut sein, schön chaotisch und soulig, wenn die Songs es tragen würden - tun sie aber nicht. Mit Mühe und Not erkennt man Hooklines im verdeckten Gesang - am Ende sind das ganz gewöhnliche Power Pop Rocker'n'Ballads, aufgehübscht durch eine Produktion, die bewusst mehr verdeckt als sie offenbart. Mag sein, dass das die Art und Weise ist, auf die MONSTER MAGNET die Kunden bediente; aber so wie das hier dargeboten wird, hält sich mein Entzücken in Grenzen.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 15.12.2011


 
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