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| Life War (Collector's Edition), Bombworks Records, 2010 (2006) |
| Jeff Winner |
Vocals |
| Jefferson Brito |
Guitars |
| Janinho Di'Nizz |
Guitars |
| Ryvson Lacerda |
Keyboards |
| Juninho Muci |
Drums |
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Länge: 59 Min 27 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Guerra Della Vita | 7. By Dreams |
| 2. Father Of Light | 8. A Terra |
| 3. The Fellowship | 9. Adiastasia |
| 4. Freedom Call | 10. The Winner |
| 5. Eternal Life | 11. Consummantum Est |
| 6. Kingdom Of Glory | |
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Dinge gibt's, die kann es eigentlich gar nicht geben. Diese CD "Life War" ist dafür ein gutes Beispiel. In Brasilien gründete sich 2003 eine Band unter der Führung des mir gänzlich unbekannten Sängers Jeff Winner. Mit seiner Band ADIASTASIA im Rücken, spielte er auf einem Konzert (oder Festival?) - "Festival Rock" -, räumte den Preis für den besten Sänger ab und gemeinsam erspielte man sich eine wachsende Fanbase. Das führte dazu, dass man sich an das Komponieren eigener Songs für eine erste CD setzte (keine Ahnung, was die bis dahin gespielt haben) und 2005 mit den Aufnahmen für "Life War" begann. Ein Jahr später wurde mit Hilfe von Bombworks Records der Silberling aus dem Tonstudio in die Öffentlichkeit gerollt. Es dauerte nicht lange und das Debüt der Jungs war ausverkauft. Danach hörte man nichts mehr von ihnen - bei uns sowieso nicht.
Keine vier Jahre später sieht sich das Label aus welchen Gründen auch immer dazu berufen, dieses Debüt noch mal - in einer remasterten Version - auf den Markt zu werfen. Das wäre ja nicht alles so aufregend, aber vielleicht sollten wir mal etwas mehr auf die Band eingehen. ADIASTASIA ist nicht eine weitere Schuhmarke auf dem Sportmarkt, sondern das griechische Wort für die Einheit zwischen Vater (Gott), Sohn (Jesus) und Heiligem Geist. Aha, wir haben es mit einer frommen Band zu tun. Dass deren Werke momentan eine wahre Wiederveröffentlichungsflut erleben, haben Retroactive Records mit KING JAMES, DANIEL BAND, SAINT, MESSIAH und anderen ins Leben gerufen. Nur bezieht sich das meist auf verschollene Meilensteine im WhiteMetal-Sektor und weniger auf Alben, die erst in diesem Jahrtausend den Weg in die Öffentlichkeit gefunden haben. Bei diesen Brasilianern mit griechischem Bandnamen ist das also etwas anders geartet.
Ist denn das Album jetzt so "Hammer", dass es, obwohl gänzlich unbekannt, neu veröffentlicht werden muss. Sagen wir mal so: die Welt würde sich auch ohne diese CD weiterdrehen, aber für Freunde des melodischen Powermetals wird die Welt um eine weitere Entdeckung bereichert. Musikalisch kann man die Südamerikaner auf Tour mit SEVENTH AVENUE, DIVINEFIRE oder auch, wenn sie nicht ihren Abschied gegeben hätten, NARNIA schicken. Melodischer Metal, leicht im Oldschool-Bereich angesiedelt, mit einer guten Gitarrenarbeit und klaren Querverweisen "back to the 80's" versehen, das erwartet den Hörer auf "Life War".
Mit sterbenden Menschen auf dem Schlachtfeld wird die Scheibe eingeläutet und im ersten Moment befürchtet man auf MANOWAR-Clo(w)ne zu treffen, dem war und ist aber glücklicherweise nicht so. Was mir etwas schleierhaft erscheint, ist die Euphorie über Jeff Winner. Der Mann singt gut, da gibt es nichts dran zu rütteln. Aber ihn mit Rob Rock zu vergleichen, wie der Beipackzettel von Bombworks Records es uns vermitteln möchte, ist dann doch etwas zu hoch angesetzt. Diese Messlatte wird mehrmals gerissen. Hoch singen kann er - jeden Ton treffen, leider nicht. So manches Mal schrabbt er leicht an dem vorbei, wo er eigentlich hin sollte. Das schmälert den allgemeinen Hörgenuss aber nur minimal. Unterm Strich bleibt ein gut produziertes, abwechslungsreiches, treibendes Album, das mehrmals zu überraschen weiß und bei dem sich für mich die Frage stellt, warum die Männer hier keiner kennt. Ob sich das durch diesen Re-Release ändern wird, ist fraglich, da Jeff Winner seinen Job bei ADIASTASIA gekündigt hat.
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