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| Lovechild, Repertoire Records, 1973/1990/2011 |
| Sonja Kristina |
Lead Vocals, Acoustic Guitar |
| Eddie Jobson |
Electric Violin, Keyboards |
| Mike Wedgewood |
Bass |
| Florian Pilkington-Miksa, Jim Russell |
Drums |
| Gast: |
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| John O'Hara |
Keyboards on Exsultate Jubilate |
| Produziert von: Clifford Adams |
Länge: 34 Min 18 Sek |
Medium: CD |
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1. Exsultate Jubilate| 5. Joan |
| 2. Lovechild | 6. The Dancer |
| 3. Seasons | 7. The Widow |
| 4. The Flasher | 8. Paris By Night |
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Es ist bezeichnend, dass oben beim Release Date drei Jahreszahlen stehen. Ursprünglich sollte "Lovechild" 1973 veröffentlicht werden, jedoch gab es zahlreiche Veränderungen in der Band, so dass am Ende noch nicht einmal klar ist, wer wann welche Gitarrenparts spielte. Tatsache ist wohl, dass es um die Zeit der Aufnahme herum drei Gitarristen gab - Kirby Gregory (später bei Elmer Gantry's STRETCH), Iceberg und Thor (keiner weiß, wie die wirklich hießen). Die famose Gitarrenarbeit auf The Flasher ist allerdings von Kirby.
Die Band war auseinander gefallen, einzelne Mitglieder - Gitarrist Monkman und Geiger Darryl Way vor allem - vom Life on the Road müde, und so blieb am Ende nur Sonja mit einem Haufen Songs übrig. Neu beigetreten waren Kirby und Keyboarder/Geiger Eddie Jobson, später ROXY MUSIC , Frank Zappa , UK, JETHRO TULL und andere, und diese Band veröffentlichte dann 1973 "Air Cut", aber dann war endgültig Schluss. Es folgten zahlreiche Unions und Re-Unions der Band, Solo Alben von Sonja und Aushilfsjobs, bis eben 1990 endlich dieses Album seinen Weg in die Läden fand. Den Songs, so gut sie im Einzelnen sind, fehlt daher eine wenig der innere Zusammenhalt, aber das stört eigentlich nicht, sondern diese eklektische Mischung aus Songwriting und Soloexkursionen bietet Abwechslung pur.
Geigerisch fehlt die exaltierte Dominanz wie auf den Darryl-Way CURVED AIR Platten, eher übernehmen jetzt die Keys und die Gitarre die Solos. Nach dem klassischen Intro Exsultate Jubilate folgen mit Lovechild (einem Mid-tempo Rocker mit ausgedehnten instrumentalen Solo Exkursionen) und Seasons (ein dramatischer, stellenweise jazziger Blues Rocker, der Sonja Raum zur Entfaltung gibt, und wieder mächtig viel Gitarrensolos beinhaltet) zwei typische CURVED AIR Songs, die auch auf jedem anderen AIR Album ihre Kreise gezogen hätten, ohne zu stören. Herausragend dann das von langen Gitarrenpassagen bestimmte funky Instrumental The Flasher - kein Wunder, das Gantry an Kirby interessiert war. Joan ist Piano pur und elegisch, aber gut. The Dancer und The Widow sind wieder typisch CURVED AIR, wobei The Widow mit seiner Dance Hall Music eigentlich der Tänzer sein müsste; nett anzuhören allemal.Ganz herausragend dann das zweite, atmosphärische Keyboard Solo Stück - Jobsons Paris By Night.
Es ist bedauerlich, dass CURVED AIR Mark 'Jobson-Kirby-Kristina' nicht länger hielt - die hätten die Band ohne Zweifel weiter nach vorne gebracht. Aber auch so ist das hier für CURVED AIR Liebhaber eine sichere Bank, für alle 70ies Fans sowieso, und Chris Welch's Text im Booklet ist wie immer ohne Fehl und Tadel.
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