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Electric Earth

Touching The Void

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Touching The Void
Touching The Void, Tyuss Music, 2011
Draken Drums
Peter Gottlieb Vocals, Guitars
Lyris Karlsson Bass
Tommy Scalisi Guitars, Backing Vocals
Produziert von: Jonas Beijer and Electric Earth Länge: 55 Min 20 Sek Medium: CD
1. Amplification8. Judge Me
2. Black Butterfly 9. No Sleep
3. Collision With A Sun 10. Need This Time
4. Intermission11. Bird Of Phoenix
5. Free Fall 12. Skinstretch
6. Sugartooth13. Touching The Void
7. Harvest Time 14. Worries

Alter Schwede! Es passiert nicht oft, dass das Cover einer CD meine Erwartungen übertrifft. Als ich gefragt wurde, ob ich Lust hätte über ELECTRIC EARTH (EE) zu schreiben, hab ich mir das Cover angesehen und zugesagt. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Wenn auf dem Deckblatt des Silberlings ein Gitarrist zu sehen ist, der auf der Bühne hockt, lässig seine LES PAUL im Anschlag hat, der Sänger daneben angedeutet zu erkennen ist und vor beiden eine crazy Meute steht, dann kann das keine langweilige Musik sein. Volltreffer!

EE machen Musik, die sich irgendwie und irgendwo im Alternativerock der Marke FOO FIGHTERS bedient, dabei den guten alten Hardrock aber nicht aus den Augen verliert. Liedtaugliche Gitarrensoli, wechseln sich mit massigen Riffs ab, während beim ein oder anderen Song der Refrain direkt beim ersten Hören in den Gehörgängen kleben bleibt - "We want to be just like you, cause it seems so easy. Just don't go away" (aus Black Butterfly), das kann man schon nach dem ersten Durchlauf mitgröhlen und man wird den Eindruck nicht los, das schon irgendwo gehört zu haben.

Electric Earth

Irgendwie komisch, dass sich die Band, die dieses Jahr ihr 10-jähriges Bestehen feiert, bisher nicht fulminanter auf dem Plattenteller bemerkbar gemacht hat. Ihre Mischung aus Hendrix-meets-Grohl-meets-manchmal-GUNS'N'ROSES-meets-ab-und-an-CINDERELLA hat so was von Suchtfaktor, dass zumindest ich den Dreher so schnell nicht mehr aus dem Player nehmen werde. Richtig gut gemacht (auch wenn unsere alten Hasen aus der Redaktion jetzt wahrscheinlich wieder die Finger heben und sagen, dass in dem Lied A bei XY geklaut wurde und das Original immer noch besser ist - bla bla bla …). Mir wurscht, was dieses Quartett hier in die Rillen gelasert hat, ist Hardrock vom allerfeinsten.

Wenn man dann noch bedenkt, dass die Band auf Grund des schmerzlichen Verlustes der Frau des Sängers eine dreijährige Pause auf dem Buckel hat, ist es um so erstaunlicher, dass sie mit so einer homogenen und druckvollen Scheibe wieder zurück sind. Von diesen Scheiben noch mehr in diesem Jahr und 2011 wird, was die hart rockenden Veröffentlichungen angeht, noch besser als 2010.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 11.09.2011


 
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