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Halestorm

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Halestorm
Halestorm, Atlantic Records, 2010
Lzzy Hale Vocals, Guitar
Arejay Hale Drums
Joe Hottinnger Guitar
Josh Smith Bass
Gäste:
Howard Benson B3, Keyboards
Phil X Additional Guitar on #3
Produziert von: Howard Benson Länge: 37 Min 09 Sek Medium: CD
1. It's Not You7. What Were You Expecting
2. I Get Off8. Love/Hate Heartbreak
3. Bet U Wish U Had Me Back9. Better Sorry Than Safe
4. Innocence10. Dirty Work
5. Familiar Taste Of Poison11. Nothing To Do With Love
6. I'm Not An Angel

Erste CD einer Combo um die Dame Lzzy Hale (kein Tippfehler) und ihren Bruder Arejay; Vater und Mutter sind auch irgendwie beteiligt. Und wenn ich jemals ein Marketing Paket gesehen habe, dann das hier. Von dem sorgfältig, etwas an Comic Books erinnernden Stil der Website und MySpace Site, über das sorgfältig ausgearbeitete Booklet, die stromlinienförmig auf das Publikum zugeschnittenen Songs - das ist alles 100% stimmig und von vorne bis hinten durchdacht (sogar der Band Name kommt nicht von ungefähr - ein Wortspiel mit dem englsichen 'Hailstorm' (Hagelschauer) und dem Familien Namen der Hale's - und deutet die musikalische Richtung an). Tja, mit Atlantic im Rücken (oder im Nacken ….) sieht das dann eben mal so aus.

Heavy Rotation des Songs It's Not You auf allen Rocksendern (etwa Rockantenne Bayern), und zuerst geht Dir das auf den Senkel. Insbesondere, wenn die Songs beim ersten oder zweiten Durchhören alle ähnlich klingen, Lzzy's oft sirenenhafte Stimme über der bratzigen Leadguitar von Joe, auf einem stabilen Rhythm-Fundament - aber kaum Abwechslung.
Dann passiert das Unweigerliche - der Track It's Not You mit seinem flexiblen Arrangement und Tempowec hsln bleibt im Ohr, und so langsam schälen sich die Unterschiede in den Songs raus. Sind Get Off und Bet U Wish U Had Me Back noch Midtempo Songs ähnlich dem ersten Track, und insbesondere Bet U … Chartsfutter, textlich und melodisch mit dem Schreichorus im Refrain, und ganz auf Lzzy's Stimme und Performance zugeschnitten, beginnt das Album sich chamäleonartig zu verändern, angefangen bei der käckelnden Rhtythmguitar im wirklich guten Album Highlight Innocence mit dem Lzzy-Scream in der Mitte; dem leicht bedrohlichen Familiar Taste Of Poison, das sich gut zum Keyboard- gestützten Ende entwickelt und - vom Albumflow her - genau zur richtigen Zeit kommt, bis hin zum ebenfalls langsamen I'm Not An Angel, aber wieder ein wirklich ins Ohr gehender Refrain.
Die weiteren Songs geben wieder volle Breitseite, bis hin zum punkigen Dirty Work - Modern Hard Rock ohn' Unterlass, perfekt produziert. Joe darf ab und zu genau dosierte Solos einstreuen, um auch den Altrockern zu gefallen.

Kritik könnte da ansetzen, wo sich das zu sehr und zu oft auf Lzzy's Performance konzentriert - etwas mehr Abwechslung im Songaufbau, etwas weniger Stromlinie, etwas weniger Sirene - das wäre nicht schlecht gewesen.
Aber bleiben wir auf dem Teppich - das ist gut, und man muss es ihnen gönnen, den Erfolg. Sie sind seit 1998 zusammen und machen Musik, Vorbilder für Lzzy sind u.a. Janis Joplin, und das ist beileibe kein schlechtes; Janis würde wohl heute genau solche Musik machen. Kompliment!

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 06.06.2010


 
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