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HoS
HOS, Lion Music, 2012
Basse Blyberg Bass, Backing Vocals
Mats Hallstensson Guitar, Backing Vocals
Martin Larsson Drums
Anders Lundström Guitar
Andreas Novak Vocals
Produziert von: House Of Shakira Länge: 49 Min 33 Sek Medium: CD
1. Brick Wall Falling8. All Aboard!
2. Changes In Mind9. What Goes Around …
3. Carry My Load 10. I'll Be Gone
4. Zodiac Maniac12. Voice In The Void
5. Fractions Of Love12. Lost In Transition
6. Midnight Hunger13. Out Of My Head
7. Endless Night

Eine Stimme wie eine Mischung aus Phil Collins, Fish und Danny Bowes, die Gitarren schneidend wie THUNDER im Duett mit PINK CREAM 69 und SHAKRA, dazu ein Bass, der läuft, pumpt, groovt und für ordentlich Druck sorgt und den Drums zeigt, wohin der Weg geht. Willkommen bei SHAKIRA zu Hause.

House Of Shakira

Jungs, alleine für den Bandnamen gehören Euch eigentlich die Ohren abgerissen oder ein Preis verliehen. Je nachdem. Ihr seht nicht ansatzweise so hübsch aus wie die kolumbianische Hüftschwingerin und Eure Songs sind weit entfernt von rhythmischen Stoßbewegungen à la Waka Waka. Bei Eurer Musik bewegt sich höchstens der biergestählte Plauzenberg unter verschwitztem Logo-T-Shirt, die Eintrittspreise zu Euren Konzerten dürften niedriger sein und es wird wahrscheinlich kein Hauch von knisternd-erotischer Exotik durch die Halle wabern, dafür die Halle nach Leder, Öl und Schweiß riechen.

Das prädestiniert Euch wesentlich mehr für unser schnuckeliges Home Of Rock, als die zarte Kolumbianerin (wobei rein optisch ich ihr hier auch ein Zimmer einräumen würde!). Nein, ehrlich, über den Namen musste ich tatsächlich Schmunzeln, habe ich doch erst hinterher erfahren, dass es gar nichts mit ihr, sondern vielmehr mit einem Bordell zu tun hat. Und als SHAKIRA ihren Hüftschwung übte, haben diese Schweden schon die ersten Scheiben auf den Markt gebracht. Das war zur Mitte der 90er-Jahre des vergangenen Jahrtausends und mir hatte sich dieses schwedische Quintett bis dahin tatsächlich noch nie vorgestellt. So sind offensichtlich die interessanten Scheiben "Lint", "On The Verge", "III", "First Class" und "Retoxed" an mir vorbeigerauscht.

Somit ist es mir entsagt, Vergleiche zu den alten Sachen und der Neuveröffentlichung herzustellen. Also beziehe ich mich auf das was ich kennen gelernt habe und das klingt nach einer richtig geilen Rockscheibe. Wenn ich eingangs erwähnte, dass Andreas Novak wie Phil Collins klingt, ist das keine Beleidigung, sondern man nehme den Phil der frühen bis maximal "No Jacket Required"-Phase. Dazu eine Prise Danny Bowes von THUNDER und die Stimme ist in guter Gesellschaft einsortiert. Musikalisch wird nicht der Rock neu erfunden, aber das vorhandene so gut umgesetzt, dass ich es immer und immer wieder höre. Mal findet man ein Gitarrensolo der Marke Hotel California in Fractions Of Love, dann wieder hagelt es schneidende Riffs, die akustische Gitarre wird - wenn auch nicht so gut - fast wie in SAIGON KICKs Love Is On The Way gezupft (Lost In Transition), dann wird die Axt geschwungen, dass es eine reine Freude ist (Midnight Hunger, Out Of My Head und noch viele andere), dann wiederum könnte man fast den Eindruck bekommen, PINK CREAM 69 hätten vom "Electrified"-Dreher noch eine Nummer übergehabt und sie den Schweden vermacht, damit diese der Nummer ihren eigenen Stempel aufdrücken (Endless Night). Chapeau!, meine Herren, das hat richtig Dampf auf dem Kessel und man sollte davon in Zukunft noch mehr hören, denn HOUSE OF SHAKIRA melden sich mit einer Scheibe zurück, die das Zeug hat viele Fans und Freunde zu finden.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 11.02.2012


 
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