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| Buena Vodka Social Club, SPV Recordings, 2011 |
| Ville Tuomi |
Lead Vocals |
| Sakke Järvenpää |
Vocals |
| Varre Vartiainen & Pauli Hauta-aho |
Guitar |
| Timo Tolonen |
Bass |
| Sami Järvinen |
Drums |
| Okke Komulainen |
Keyboards, Accordion |
| Tume Uusitalo |
Vocals, Guitar |
| Pemo Ojala |
Trumpet, Mitten |
| Pope Puolitaival |
Saxophone |
| Jay Kortehisto |
Trombone |
| Anna Sainila & Hanna Moisala |
Dancer & Vocals |
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Länge: 47 Min 27 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Machine Gun Blues | 7. Gasolina |
| 2. All We Need Is Love | 8. Buena Vodka Social Club |
| 3. Drill-A-Hole | 9. Frijoles Y Lager |
| 4. Gimme Your Sushi | 10. Wash Your Ass |
| 5. Rock'n'Roll Show | 11. Mule |
| 6. I Kill The Dog! | |
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Nach den mittelmäßigen CDs "Go Space" und "Mongolian Barbecue" in der zweiten Hälfte der Neunziger, dem banalen "Terzo Mondo" 2000 und dem völlig verunglückten Cover-Album "Zombie's Paradise" von 2006 hatte man die vogelwilden Finnen eigentlich nur noch bei den regelmäßigen Tourneen auf dem Zettel, die große Zeit auf Tonträger schien vorbei. Mittlerweile ist aus den Anfangstagen um Kaurismäkis Wahnsinnsfilm "Leningrad Cowboys Go America" nur noch der Sänger Sakke Järvenpää dabei, alle anderen 12 Bandmitglieder sind - bis auf einen Trompeter - 2003 oder ganz aktuell erst in diesem Jahr zu den LENINGRAD COWBOYS gestoßen. Zwar haben Einzelindividuen bei dieser Band nie im Vordergrund gestanden, aber die totale Runderneuerung nach den letzten, eher mageren Jahren macht schon stutzig. Sind das auf "Buena Vodka Social Club" noch oder wieder die LENINGRAD COWBOYS, die uns mit brutalster Rote-Armee-Chorpower jubeln ließen? Oder gibt es gar eine Rückbesinnung auf die ganz frühen Tage, als ein wüster Mix aus Balalaika-Rock'n'Roll, Promille-Hardrock und bizarrsten Coversongs seriöse Rockfans den Kopf schütteln und die Anarchofraktion lachend auf dem Boden liegen ließ?
Klar ist, das ALEXANDROW ENSEMBLE, das 1993 und nochmals 2003 den Irrsinn mitmachte, ist diesmal nicht dabei. Aber ansonsten…
… sind die LENINGRAD COWBOYS schwuppdiwupp plötzlich wieder dicke im Rennen, und zwar nicht nur wegen des herrlichen CD-Titels. "Buena Vodka Social Club" ist doch komplett verblödet, nicht? Optisch hat sich eh nichts verändert, wie gesagt, das Kollektiv zählt, nicht das Individuum, und musikalisch ist alles im Lack. Sicher, ein paar intime Kenner werden das Fehlen von "Twist Twist" am Schlagzeug und Ben Granfelt an der Gitarre immer noch bedauern, aber weder mit noch ohne diese beiden hierzulande wohl bekanntesten Exmitglieder sind und waren die kuriosen Spinner die - selbsternannte - "schlechteste Band der Welt"; die momentan 13 Musiker sind, wie schon immer, finnische Spitzenklasse.
Alle 11 bzw. 12 (Limited Edition) Songs sind selbst geschrieben, keine Cover, nur ein paar liebevoll unversteckte Grüße an AC/DC, MR. BIG (Drill-A-Hole), die BEACH BOYS und BEATLES (Gimme Your Sushi) und beliebig interpretierbare andere Vergangenheitshelden oder Albträume, der Titelsong krawallt in den buntesten Hair-Metal Zeiten herum, aber all das hört man erstens immer gern und zweitens bringen uns die Doofmänner mit den wunderwunderschönen Haaren damit ernsthaft in Wallung. Sie ist wieder da, diese Mischung aus Mariachibalalaikapolkahardrock und Komplettschwachsinn. Da heißt ein Song nicht umsonst Rock'n'Roll Show und der nächste I Kill The Dog!. Für diesen "From Dusk Till Dawn"-Trash kann man die Band wieder so lieben wie einst für Katjusha, Herzilein, These Boots oder Tequila.
Nicht alles auf "Buena Vodka Social Club" ist legendär, beispielsweise Gasolina bedient sich etwas zu stark an der eigenen Balalaika-Tradition, Frijoles Y Lager nervt mit einer gar scheußlichen Franz-Lambert-Heimorgel und Wash Your Ass ist bis auf Titel und Text langweilig und überdies wie von Axl W. Überdruss geknödelt.
Am Schluss der guten Dreiviertelstunde geht dem Album ein wenig die Luft aus, aber das ändert nichts an der triumphalen Rückkehr der LENINGRAD COWBOYS.
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