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| Live On 1- 5, Universal, 2011 |
| Chris Cornell |
Vocals, Guitar |
| Kim Thayil |
Guitar |
| Ben Shepherd |
Bass, Backing Vocals |
| Matt Cameron |
Drums |
| Produziert von: Bob Ludwig |
Länge: 77 Min 48 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Spoonman | 10. Nothing To Say |
| 2. Searching With My Good Eye Closed | 11. Slaves & Bulldozers |
| 3. Let Me Drown | 12. Dusty |
| 4. Head Down | 13. Fell On Black Days |
| 5. Outshined | 14. Search And Destroy |
| 6. Rusty Cage | 15. Ty Cobb |
| 7. Burden In My Hand | 16. Black Hole Sun |
| 8. Helter Skelter | 17. Jesus Christ Pose |
| 9. Boot Camp |
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Die Pioniere des Grunge (Was genau ist das eigentlich? Ja, da hinten --- richtig: der Lärm - aka 'Sound' - des Heavy Metal und die Attitüde des Punk. Danke, Wiki, setz' Dich.) haben hier nicht neue Aufnahmen einer Reihe von Konzerten aus dem Jahre 1996 am Start und haben da wohl selektiert. Nimmt man diese Tatsache beim Wort, muss das also das Beste sein, zu dem die Band 1996 in der Lage war.
Nun ging mir Grunge damals und heute als eigentlich wirklich völlig an allem vorbei - hektisches Getrommel, unmelodischer Gesang, und aus dem Heavy Metal hatten sie zwar die Idee des Riffs als Basis eines Songs gerettet, aber die Riffs selbst waren einfach nur Brei. Dazu noch der rumstolpernde Bass, und - nein, nix für mich.
Aber man will ja - wenn auch spät - dazu lernen, und tut sich folglich diese Live CD an.
Gut, heavy ist das wirklich - so heavy, dass Cornell in 90% aller Fälle mit dem Singen nicht mitkommt. Aber - siehe oben von wegen Melodie- das macht auch nichts. Fuzzy Bass und Stakkatogetrommel gibt es auch, und das kommt wirklich mit enormer Wucht aus den Boxen. Songs wie der unsterbliche Spoonman (nicht unbedingt ganz originalgetreu), das rockig-melodische (!) Outshined und das wirklich schöne Burden In My Hand (natürlich fehlt nicht die grungige Weinerlichkeit, genannt Melancholie), das erschreckend finster-monströse, sehr coole BEATLES Cover Helter Skelter leitet in Boot Camp über, das schon fast spacige Züge annimmt und von Shepherd's Bass lebt, bis zum furiosen Ende hin … hm, Songs wie diese sind einfach wirklich stark.
Alles egal - den Vogel schießt der fast 10 Minuten lange Lavastrom Slaves & Bulldozer ab - er wälzt sich über Dich, malmt auf Dir rum und wenn Du nicht ganz schnell weg bist, liegst Du am Ende zermatscht am Boden. Gewaltig, einschließlich wundervoller Gitarrenjams. Und jetzt wird klar, dass Cornell so singen muss, wie er singt - nur die in seiner Stimme liegende Zerrissenheit und Verzweiflung transportiert die Songs angemessen (und das mit dem 'nicht melodisch' war - siehe etwa Spoonman - natürlich Blödsinn). Der Song erinnert in seiner alles niederwalzenden Monotonie an die besten Zeiten von ROXY MUSIC, den Bogus Man etwa - und das, Leute, ist ein KOMPLIMENT! Abschließend gibt es eine reduzierte Version von Black Hole Sun und ein experimentelles Jesus Christ Pose.
Egal welchen Song man sich antut - der Groove aus den Läufen von Shepherd und Cameron ist ein gewaltiger, das Ganze hat in den vielen guten Momenten hypnotische Wirkung und wenn ich das so lese, kann ich mir selber kaum glauben. Ich hasse Grunge - oder etwa doch nicht? Muss ich jetzt hingehen und mir alle die damals erschienen CDs doch noch anhören? Niemals! Aber diese eine hier, die hat es in sich … Dazu gelernt, und damals hatte die Band ihren Namen zu Recht - das sei unumwunden konzediert.
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