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| In Paradisum, Edel Records, 2011 |
| Mikko Harkin |
Keyboards |
| Jari Kainulainen |
Bass |
| Uli Kusch |
Drums |
| Andre Matos |
Vocals |
| Timo Tolkki |
Guitars |
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| 1. Fields Of Avalon | 6. Pilgrim Road |
| 2. Come By The Hills | 7. In Paradisum |
| 3. Santiago | 8. Rhapsody In Black |
| 4. Alayna | 9. I Walk In Neon |
| 5. Forevermore | 10. Don't Let Me Go |
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Alleine von der Bandzusammenstellung her dürfte sich so mancher Powermetaller im Paradies wähnen. In der Vita der Musiker stehen Bands wie HELLOWEEN, EVERGREY, ANGRA, GAMMA RAY und anderen, das sollte einen Hochgenuss im melodischen Metal Paradies versprechen. Timo Tolkki als Gründer dieses Konglomerats und besser bekannt als Ex-Gitarristen und Ex-Hauptsongschreiber von STRATOVARIUS steht als Garant für schnelle, melodische Metal Granaten, da sollte doch nichts schief gehen, oder?
Der Eintritt ins Paradies erfolgt über die Felder von Avalon (Fields Of Avalon). Dabei geht es schnell zur Sache, scheinbar möchte man sich auf den Feldern nicht lange aufhalten, das dort Gehörte wird man allerdings nicht so schnell los, die musikalische Schlacht zwischen Gitarre und Keyboard hinterlässt ihren Eindruck. So trifft man schnell an den Hügeln ein, an denen man sich treffen wollte (Come By The Hills). Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass man ja ins Paradies möchte, hält man sich hier auch nicht lange auf. In bester gamma-rayscher Manier wird das Treffen an den Hügeln abgefrühstückt und man tritt den Weg nach Santiago an. Nach dem die Stadt im Eilzugtempo erreicht wurde, wird in der Mitte der Stadt zur Ruhe eingeladen. Klassische Gitarrenmelodieverläufe laden ein wenig zum Verweilen ein. Vielleicht hat man einen kurzen Besuch im Workshop von Yngwie Malmsteen gemacht, bevor es mit Volldampf wieder raus aus der Stadt geht. Das nächste Ziel auf dem Weg zum Paradies ist Alayna. Auf Grund der Struktur dieses Treffens gehen wir mal davon aus, dass es sich um eine wunderschöne Lady handelt, die uns den Weg noch etwas versüßen darf. Danach geht es in alle Ewigkeit (Forevermore) ab auf den Pilgerweg (Pilgrim Road). Beides Stationen, die nicht vom gewohnten Tempo abweichen, wobei die Reise auf dem Pilgerweg doch gewisse Ähnlichkeiten mit der Reise durch die Future World von HELLOWEEN aufweist. Nicht schlecht gemacht, aber das Original ist schneller. Viel schneller.
Gut, man muss nochmal Luft holen, denn danach sind wir im Paradies angekommen. Chöre empfangen uns, Gitarre und Bass zaubern einen Klangteppich unter die streichergeführten Keyboardsounds, kompaktes Auftreten der Bandmitglieder sorgt für einen Wohlfühlfaktor. Danach werden wir von Andre Matos fast alleine begrüSt, bevor das Paradies in seiner ganzen GröSe erstrahlt. In dessen Verlauf dürfen wir einem Gespräch zwischen Kindern folgen, bevor Mr. Matos wieder das Ruder übernimmt. Insgesamt geht die Reise durch das Paradies erstaunlich abwechslungsreich über die Bühne. Spannungsgeladene neuneinhalb Minuten geben dem Titeltrack das gewisse Etwas. Und wenn man meint, es kommt nichts mehr, kommen drei weitere Songs daher. Die Schwärmerei in schwarz (Rhapsody In Black) geht mehr rockend denn symphonisch über die Bühne, das folgende gehen in Neon (I Walk In Neon) ist rein optisch das genau Gegenteil zum tristen schwarz, nimmt dementsprechend auch wieder die musikalische Thematik der anderen Wegstationen auf. Wer einmal im Paradies war, möchte da nicht mehr raus. So verabschiedet man sich mit der Bitte uns nicht rauszuschmeiSen (Don't Let Me Go) auf ruhige Art und Weise.
SYMFONIA sind eine Supergroup, davon beiSt die Maus keinen Faden ab. Und Supergroups haben das Problem, dass man enorm hohe Erwartungen in sie steckt. Man erhofft Neues, Innovatives, Überraschendes. All das kann dieses deutsch-skandinavische Powermetal Schlachtschiff nicht bieten, dafür liegen die musikalischen Wurzeln aller Beteiligter auch zu nah beieinander. Insgesamt ist der Gruppe aber ein hoffnungsvoller Start geglückt, von dem man sich wünscht, dass er eine Fortsetzung findet. Dann mit mehr Songs, denen Andre Matos besser gewachsen ist (in den hohen Höhen hat er doch seine Defizite) und einer noch besseren Schnittmenge aller Wurzeln. Musikalisch gibt's nichts zu meckern, dafür stehen die Namen für sich, Luft nach oben ist trotzdem noch genug vorhanden.
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