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| Live - From Sofia, Bulgaria, Universal Music/Vertigo/Roadrunner Records, 2010 |
| Anthrax: |
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| Joey Belladonna |
Vocals |
| Frank Bello |
Bass |
| Charlie Benante |
Drums |
| Rob Caggiano |
Guitar |
| Scott Ian |
Guitar |
| Megadeth: |
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| Dave Mustaine |
Vocals, Guitar |
| Chris Broderick |
Guitar |
| David Ellefson |
Bass |
| Shawn Drover |
Drums |
| Slayer: |
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| Tom Araya |
Vocals, Bass |
| Jeff Hanneman |
Guitar |
| Kerry King |
Guitar |
| Dave Lombardo |
Drums |
| Metallica: |
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| Kirk Hammett |
Guitar |
| James Hetfield |
Vocals, Guitar |
| Robert Trujillo |
Bass |
| Lars Ulrich |
Drums |
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Länge: ca. 300 Min |
Medium: Do-DVD |
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| Anthrax: | |
| 1. Caught In A Mosh | 6. Indians/Heaven And Hell |
| 2. Got The Time | 7. Medusa |
| 3. Madhouse | 8. Only |
| 4. Be All, End All | 9. Metal Thrashing Mad |
| 5. Antisocial | 10. I Am The Law |
| Megadeth: | |
| 1. Holy Wars... The Punishment Due | 7. A Tout Le Monde |
| 2. Hangar 18 | 8. Hook In Mouth |
| 3. Wake Up Dead | 9. Trust |
| 4. Head Crusher | 10. Sweating Bullets |
| 5. In My Darkest Hour | 11. Symphony Of Destruction |
| 6. Skin O' My Teeth | 12. Peace Sells/Holy Wars Reprise |
| Slayer: | |
| 1. World Painted Blood | 7. Beauty Through Order |
| 2. Jihad | 8. Disciple |
| 3. War Ensemble | 9. Mandatory Suicide |
| 4. Hate Worldwide | 10. Chemical Warfare |
| 5. Seasons In The Abyss | 11. South Of Heaven |
| 6. Angel Of Death | 12. Raining Blood |
| Metallica: | |
| 1. Creeping Death | 10. All Nightmare Long |
| 2. For Whom The Bell Tolls | 11. One |
| 3. Fuel | 12. Master Of Puppets |
| 4. Harvester Of Sorrow | 13. Blackened |
| 5. Fade To Black | 14. Nothing Else Matters |
| 6. That Was Just Your Life | 15. Enter Sandman |
| 7. Cyanide | 16. Am I Evil? (with THE BIG 4) |
| 8. Sad But True | 17. Hit The Lights |
| 9. Welcome Home (Sanitarium) | 18. Seek And Destroy |
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Was war das für eine denkwürdige Veranstaltung und der Traum aller, aber auch wirklich aller Metalmaniacs. Im Rahmen der Sonisphere-Festivals reisten sie durch Europa um gemeinsam nach all den Jahren zusammen auf einer Bühne zu stehen. Alleine die Ankündigung reichte, damit so manche Freudenträne sich auf den Weg Richtung Augenausgang machte und die Lederhose feucht wurde im Schritt. ANTHRAX, SLAYER, MEGADETH und METALLICA gemeinsam auf einer Bühne - glauben konnte man es so richtig wirklich erst, als klar war, dass es sich dabei um keinen verspäteten Aprilscherz handelte. Aber sie machten Ernst, legten alle Streitigkeiten für diese Tour auf Eis, gaben einigen ausgewählten Metalmagazinen Antworten und standen tatsächlich fast alle für den Song Am I Evil? in trauter Brüderlichkeit auf der Bühne. Was für ein Fest!
Leider wurde um Deutschland ein Bogen gemacht, der nicht ganz verständlich ist, immerhin zählt doch unser Land gerade zu den Ländern, die ANTHRAX, SLAYER und METALLICA immer die Stange gehalten haben, egal ob gerade Grunge, Poserpop oder Streichorchester angesagt waren. Aber vielleicht war es in der Kürze der Zeit nicht machbar, eine entsprechende Venue zu finden und zu buchen.
Sei es wie es sei: wer nicht dabei war, muss nicht traurig sein, denn THE BIG 4 haben den Auftritt vom 21.06.2010 in Sofia in Bild und Ton festgehalten um ihn der Nachwelt zu präsentieren. Und es war eine gute Entscheidung. An dem Tag soff das Gelände nicht ab, wie in der Schweiz ein paar Tage vorher, und die Stimmung war von Anfang auf dem Siedepunkt.

Somit also beste Startvoraussetzung für die Thrash-Metal-Vollbedienung und die erste Stufe wurde von ANTHRAX gezündet. Irgendwie passen die zwar nach wie vor mit ihrem speedlastigen Fun-Thrash-Metal nicht so richtig dazu, aber sie gehören dazu wie das Nutella zur Nationalmannschaft. Und so startet die einzige Bay-Area-Band bei der der Sänger nicht Gitarre spielen kann in einen fulminanten Abend. Ab "Fistful Of Metal" bis hin zum "Sound Of White Noise"-Dreher werden alle Veröffentlichungen abgearbeitet, wobei es für meinen Geschmack noch ein bisschen mehr "Fistful" hätte sein dürfen, aber das ist meine Meinung. Die Crowd hat Spaß und so verabschieden sich nach knapp einer Stunde die Herren von der Bühne.

Bevor die Betriebstemperatur runtergeht, stürmen Mr. Mustaine und seine Jungs von MEGADETH die Bühne und beweisen, dass auch sie noch lange nicht abgeschoben gehören. Hatten wir hier kürzlich erst über die absolute Kaufempfehlung der "Rust In Peace - Live"-DVD sinniert, kann man sagen, dass die Setlist in dem Punkt keine großen Überraschungen für die bulgarischen Zuhörer bereithält, aber MegaDave und seine Mannen - inklusive des wieder an Bord gestiegenen 4-Saiten-Manns Ellefson - reiten einmal quer durch ihr Schaffenswerk. Und die Massen vor der Bühne danken es mit frenetischem Abfeiern. Somit auch hier: volle Punktzahl auf ganzer Bühnenbreite.
Nach den Lustigen und dem "Dauergrantler" kommen dann die Bösen auf die Bühne. Diese über lange Zeit aufgebaute Aura des Gefährlichen und Bösen werden SLAYER wahrscheinlich nie wieder los. Dabei geht um die Uhrzeit und bei der Bühnengröße eine ganze Menge des Pathos verloren. Aber egal, wer Bay-Area-Thrasher meint, kommt um SLAYER nicht herum. Und auch die zeigen, dass sie durchaus in der Lage sind, eine große Runde musikalisch unter Dampf zu setzen. Dass sie dabei nicht nur auf die alten Nummern setzen wird gleich mit dem Einstieg World Painted Blood vom gleichnamigen 09er Silberling klargemacht. Überhaupt dominieren eher die neueren Stücke, aber natürlich werden mit Angel Of Death, Chemical Warfare, South Of Heaven auch die Herzen der Oldschooler befriedigt.
Kann man das alles noch toppen? Man kann, wenn man METALLICA heißt und der derzeit größte Act ist, den die Metalwelt jemals erlebt hat. Immerhin soll es ihnen zu verdanken sein, dass diese Tour überhaupt zu Stande gekommen ist. MEGA-Dave und METALLI-Ulrich haben die Friedenspfeife geraucht, SLAYER-King und METALLI-James wahrscheinlich bekundet, dass eigentlich jeder von den beiden der Größte ist und überhaupt ist ja alles dufte und Friede, Freude, Metalkuchen. Und wer sowas zu Stande bekommt darf a) am längsten spielen und b) gleich mit Klassikern in das Set einsteigen. Creeping Death und For Whom The Bell Tolls direkt an den Anfang zu stellen zeugt von innerer Überzeugung. Wenn man dann noch bis zum ersten Song vom legendären "Puppets"-Album ganze 6 weitere Nummern verstreichen lässt, dann weiß man, wo man steht auf dem metallischen Planeten. Drei Nummern vom tödlichen Magneten werden auch noch eingearbeitet, so schaffen es die Multiseller eine insgesamt ausgewogene Setlist hinzubekommen. Und was macht man, wenn die Fans vor der Bühne sich langsam auf das Ende einstellen? Richtig, man setzt noch einen drauf und holt für das "Garage Days"-Stück Am I Evil? alle beteiligten Thrashbands auf die Bühne. Mit Ausnahme von SLAYER, die lt. Aussage von Kerry King in einem Interview hinter der Bühne noch mit was auch immer beschäftigt waren. Schwamm drüber. Der Metallertraum wird Wirklichkeit: Dave Mustaine liegt sich mit James Hetfield und Lars Ulrich in den Armen, "… alle sind glücklich, alle sind froh und überall wo man hinschaut…" (mit freundlichem Dank an DIE ÄRZTE; die Red.) fröhlich bangende Metaller vor der Bühne. Das ist der kollektive Gefühlsoverkill, dem dann mit Hit The Lights und Seek And Destroy der endgültige Garaus gemacht wird. Danach ist der Drops gelutscht, alle Raketen abgefeuert und die glückseligen Fans werden sich noch lange an diesen denkwürdigen Abend erinnern.
Wie schon erwähnt: wer nicht dabei war, muss nicht traurig sein. Denn diesen Abend gibt es doch auf Doppel-DVD. Wem das nicht scharf genug ist, kann es auch gerne als Blue-Ray-Version bekommen und wer dann immer noch nicht genug hat, darf auf das limitierte Deluxe-Pack zurückgreifen. Das enthält neben den beiden DVDs noch jeden Auftritt als CD in extra Hülle (METALLICA als Doppel-CD) und mit entsprechenden Autogrammkarten, zwei Gitarrenplektren, zwei Poster und ein opulentes Booklet mit schönen Bildern. Und wem das dann auch noch nicht reicht, dem kann leider nicht mehr geholfen werden.
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