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Festival-Vorbericht:
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Das Arrow ( Classic ) Rock Festival geht in die zweite Runde und zwar 2004 unter dem Motto: "Bigger, Better, Burger... äh Rock hoch zwei" und das bedeutet diesmal über zwei volle Tage mit Camping und allem Zipp und Zapp. Wegen dem erweiterten Spektrum an Bands hat man das Festival von Classic Rock in Rock allgemein unmgetauft. Wie auch im letzten Jahr gibt es wieder zwei Bühnen, einmal die Hauptbühne draussen, "Rock Garden" getauft und eine kleinere Bühne im Zelt, genannt "Rock Palace". Das Programm wird an den beiden Tagen unterschiedlich gestaltet, so dass am Samstag Classic Rock (z.B. Judas Priest, UFO, Scorpions) und am Sonntag eine Mischung aus Rock/Symphonic Rock (z.B. YES, Queensryche, Heart) schwerpunktmäßig geboten wird. Am Freitag gibt es für alle Ticketbesitzer ein kleines Warm-Up Programm im Zelt, zu dem auch Nur-Campingticketbesitzer freien Eintritt haben. Ursprünglich war, wie gemeldet, sogar noch ein Pop Rock Tag für den Freitag geplant mit u.a. David Bowie und Herbert Grönemeyer. Da der Gig von David Bowie allerdings in die Amsterdamer Arena verlegt wurde, stand das Freitagsprogramm auf schwachen Füßen und wurde letztendlich ganz gestrichen (von dem kleinen aber feinen Warm-Up u.a. mit Montrose einmal abgesehen). Der Gig von Herbie soll irgendwann separat nachgeholt werden. Wer sich bereits ein anfänglich angebotenes Dreitages-Ticket gekauft haben sollte, kann damit am Freitag das Bowie Konzert besuchen, es zurückgeben oder in Ein- oder Zweitages-Tickets umtauschen. Der jeweilige Preis bzw. Differenzbetrag wird abzgl. 4,- Euro Servicekosten erstattet. Die Karten unter Angabe von Name, Adresse und Bankverbindung können vom 1. April bis zum 28. Mai an folgende Adresse geschickt werden: TSN, o.v.v. Arrow, Eisenhowerlaan 118, NL-2517 KM Den Haag. Aber ich denke, auch ohne Bowie und Herbie haben die Festivalmacher wieder ein fantastisches Programm auf die Beine gestellt, welches das Erfolgskonzept des letzten Jahres nicht nur an Masse, sondern auch an Klasse übertreffen könnte. Die Highlights:
![]() Metal Gods Nach nunmehr zwölfjähriger Trennung war die Reunion von Judas Priest und Rob Halford sicherlich die Metal News 2003 und die nun folgende Welttour 2004 wird möglicherweise das Highlight der Saison und vielleicht auch des Arrow Classic Rock Festivals werden. Zu ihrem dreißigjährigen Jubileum erwartet uns das definitive Judas Priest lineup mit Rob Halford, lead guitarist Glenn Tipton, lead guitarist K.K. Downing, bassist Ian Hill und drummer Scott Travis.
![]() Yesterday And Today Mit der Verpflichtung von Y&T war den Arrow Classic Rock Festival-Machern im letzten Jahr ein echter Husarenstreich geglückt und für viele Besucher war der Gig sicherlich der heimliche Höhepunkt des Tages. Gerne hätte ich die Band als Headliner einer eigenen Tour gesehen aber so ist es immerhin besser als gar nicht. Schließlich dürfen sie dieses Jahr sogar von der großen Bühne aus aufspielen und wie man hört, sogar in der kompletten Originalbesetzung von 1976, also mit Dave Meniketti, Joey Alves, Phil Kennemore und Leonard Haze. Dann noch den einen oder anderen zusätzlichen Kracher mehr wie z.B. Black Tiger und ein erneuter Spitzenplatz im persönlichen Festival-Ranking dürfte den Kaliforniern sicher sein.
Fightin' Windmills Ranking hin oder her, der Headliner des Festivals steht auf jeden Fall schon fest. Mit der niederländischen Rock Legende Golden Earring haben die Arrow Macher sich DAS Zugpferd gesichert, welches man unter vorgehaltener Hand eigentlich schon in 2003 vermisst hatte. Die Band besteht in wechselnder Besetzung seit 1961 und hat sich mit Hits wie Radar Love, When the Lady Smiles oder Going to the Run weit über die Grenzen der Niederlande hinaus in die ewige Hall of Fame der Rockgeschichte eingetragen. Golden Earring sollen im 1969er Classic Line Up auftreten: Barry Hay (voc,guit,flute), Rinus Gerritsen (bass,synth,keys), George Kooymans (guitars,vocals) und Cesar Zuiderwijk (drums,percussion).
![]() Ill Get You Rockin' Twenty-Five Moore Years ist das Motto des Bandleaders und der Titel der aktuellen Compilation-CD und von 25 Jahren on the road wird uns Eric Moore in Lichtenvoorde hoffentlich ausführlich berichten. Die reformierte Band besteht aus Dave Hershey (guit), Bub Adams (bass), Eric Moore (voc,guit), Frank Garisto (drums) sowie Neuzugang Ronnie Hughes (guit). Nachdem Eric den Bass an Adams übergeben und nunmehr selbst zur Gitarre gegriffen hat, steht uns also eine echte Guitar-Army ins Haus, die aus der Zeit mit Freddie Salem neben dem traditionellen Biker-Boogie auch ein paar fette Southern-Kracher im Gepäck hat. Neue Besetzung, neues Label, Europadeal mit Mausoleum Records, es schein, als würden totgesagte tatsächlich länger leben. Cheers.
![]() Yessongs Man weiss nie genau, ob YES gerade mal wieder zerstritten sind oder reunited und wenn, dann wer mit wem, mit Rick Wakeman oder ohne und als Antwort kommt dann plötzlich eine neue CD, DVD, Tour, mit oder ohne Orchester und die Band verkörpert einmal mehr das blühende Leben. Naja, ausser Steve Howe vielleicht. Aber mal vom Zahn der Zeit abgesehen, musikalisch und technisch sind die Urväter des Prog Rock nach wie vor unschlagbar und das werden sie auch wieder unter Beweis stellen.
In The Garden Of Eden Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, die legendären Iron Butterfly performen In-A-Gadda-Da-Vida live und in voller Länge, wenn nicht sogar länger, in 2004 auf holländischem Boden. Eine gewaltige Rauchwolke wird sich kollektiv über dem Festivalgelände ausbreiten und auch die kleine Minderheit der Nicht-Kiffer wird plötzlich Farben sehen und Klänge hören wie noch nie zuvor, so sie nicht breits in Ohnmacht gefallen sind. Die Band besteht derzeit aus den Ur-Mitgliedern Ron Bushy (drums) und Lee Dorman (bass,vocals) sowie Charlie Marinkovich (lead guitar,vocals). Für die Keyboards wird noch ein Neuzugang gesucht wie auf der Official Homepage zu lesen ist. Das wird knapp.
Evolution Symphony X sind nun ja nicht gerade "klassischer" Classic Rock sondern im Vergleich zu den restlichen, teilweise greisen, Kollegen, regelrechte Jungspunde und bilden deshalb bereits eine Ausnahme im allgemeinen Festivalprogramm. Aber auch musikalisch werden sich die fünf Progressive Metaller aus New Jersey wohl deutlich abheben. Auf der progressiven Ebene werden sie sich wohl noch am ehsten mit Yes messen lassen müssen, auf der Härteskala mit Judas Priest und im internen Wettstreit um die Frickelkrone mit dem Gitarren-Dreigestirn G3. Die genannten dürfen sich jedoch allesamt warm anziehen.
![]() No More Mr. Nice Guy Mit seiner aktuellen CD "The Eyes Of Alice Cooper" ist der Altmeister des Shock-Rock-Theaters wieder ein Stück weit back to the roots und weg von seinen letzten Gothic/Industrial Eskapaden - und das ist auch gut so (IMHO). Nach seiner 2002er "Brutal Planet - Descent Into Dragontown..." Tour war klar, dass mit Opas Sado Maso kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist, das machen andere mittlerweile weit spektakulärer. Der gemütliche Alt-Fan will die alten Gassenhauer hören und ein wenig mitschunkeln, headbangen will er woanders. Insofern hat "Coop" die Zeichen der Zeit erkannt, wie er das allerdings bühnentechnisch umzusetzen gedenkt und wie die Setlist aussehen wird, man darf gespannt sein.
![]() Cliche Nachdem Porcupine Tree kurz vor Toreschluss aus terminlichen Gründen das Handtuch geworfen haben, ist den Arrow Machern aus meiner Sicht ersatzweise noch ein dicker "Fish" ins Netz gegangen (ok, 5 Euro ins Phrasenschwein). Die Band um den ex-Marillion Leadsänger Derek William Dick, der auch seine neue CD "Field Of Crows" im Gepäck hat (Review siehe in Kürze im HoR), ist zur Zeit sehr erfolgreich mit ihrer sogenannten "Scattering Crows"-Tour unterwegs. Wenn man dem Kollegen Alex Schneider und seinem Konzertbericht aus Karlruhe vom 21. Mai dieses Jahres glauben darf, sind die Schotten für die eine oder andere Überaschung gut.
![]() Rock The Nation Und das Beste kommt zum Schluss. Obwohl das Freitagsprogramm ja bekanntlich gestrichen wurde, hat man für alle Ticketbesitzer und Camper ein kleines Warm-Up zusammengestellt. Neben diversen Cover-Bands wurde jedoch ein absolutes Highlight als Headliner für den Abend verpflichtet, für das ich bisher das Sweden Rock beneidet habe: die kanadische Rock-Legende MONTROSE, d.h. in erster Linie Ausnahmegitarrist Ronnie Montrose. Die Star-Besetzung mit u.a. Sammy Hagar und Danny Carmassi werden wir wohl nicht zu sehen bekommen, dafür aber ev. Eric Singer (Drums), Ricky Phillips (Bass) und Johnny Levesque (Vocals), mit denen Ronnie im März in den USA aufgetreten ist. Freuen dürfen wir uns aber in jedem Fall auf Klassiker wie Space Station #5, Rock The Nation, Bad Motor Scooter oder aus seiner GAMMA Zeit.
Soviel zu meinen persönlichen Highlights, andere werden diese Liste sicher völlig anders besetzen aber aus technischen Gründen musste ich mich beschränke. Auch der Rest des Programmes besteht aus grossen Namen und Legenden und eigentlich bräuchte man zu keiner der Bands mehr etwas zu sagen. Sollte der Ein oder Andere trotzdem unschlüssig sein und weitere Infos benötigen, so findet er sie im Home of Rock, auf der Arrow Homepage oder auf den jeweiligen Offiziellen Homepages der Bands, ein Click auf die Logos am linken Seitenrand und los gehts. Ralf Frank, (Impressum, Artikelliste), 01.05.2004
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