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Supp.: Urban Ranch

Berlin, Rosi's, 24.03.2005

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Fotos: Peter Tenzler
Berlin, Rosi's, 24.03.2005

Das hauptstädtische Wüstenrocktrio ROTOR hatte zur Record Release Party ins Rosi's geladen. Zu befeiern gab es die Veröffentlichung des zweiten Longplayers der Band mit dem eher wenig spektakulären Namen "Rotor 2".

Projekt
Projekt

Vorab gab es ein unbenanntes Projekt - unter anderem mit ROTOR-Gitarrist Tim, Behrang von SAMAVAYO als Sänger und Al von den STONEDUDES als weiterer Gitarrist - zwei semi-akustische Songs zum Besten, die sich in BLACK LABEL SOCIETYs "Hangover Music" einpassen lassen würden. Also schön relaxte, chillige Musik, irgendwo zwischen Rock, Blues und Barjazz.

Urban Ranch Nach diesem hübschen, entspannten Auftakt kam das Duo URBAN RANCH mit staubigen Songs mit leichten Countryanklängen. Aber leider funktionierte herzlich wenig: Der Sound war nicht sonderlich dolle, der Sänger traf einen Gutteil der Töne nicht und die reichlich ungehobelten Sounds trafen auch nicht den Nerv des Publikums. Durchsetzt von etlichen technischen Pannen, waren alle Beteiligten relativ froh, als URBAN RANCH nach kurzem Set wieder die Bühne verließen.

Rotor
Rotor

Rotor Aber endlich war es dann so weit: Die Local Heroes von ROTOR, also Tim, Milan und Marco standen auf der Bühne, um eine Soundlawine loszutreten, die alles mit unwiderstehlichem Groove wegspülte. Über der präzisen Beatgrundierung, dem knackig-trockenen Bassfundament, legte Tim schichtenweise seine Gitarrenbreitseiten. Mal vollfett, dann wieder funky abfedernd, leichtfüßig oder testosterongeschwängert mäanderte er sich durch die mitreißenden, weitläufigen Klanglandschaften von ROTOR. Ganz in der Tradition des Stonerrocks, wobei ich weniger an KYUSS, sondern eher an KARMA TO BURN, AUTOA, ATOMIC BITCHWAX oder SLEEP denke, vielleicht auch wegen der prinzipiell instrumentalen Ausrichtung.

Rotor
Rotor

Ab und an stieg Behrang Alavi von SAMAVAYO als Leadsänger ein, wobei sich sein beeindruckende Röhre mit dem kraftvollen Hieb von ROTOR wunderbar ergänzte.
Rotor Stonerrock, wie er sein muss: Der Tradition verpflichtet, aber keineswegs altbacken oder angestaubt, sondern vielmehr frisch, lebendig, innovativ und sehr grooveorientiert.
Entsprechend auch die mitunter geradezu euphorischen Reaktionen des Publikums auf die immer wiederkehrenden, unwiderstehlichen Bassfiguren und die cleveren Ausbrüche der Gitarre aus dem Monstergroove. Ein großartiges Konzert einer fabelhaften Liveband, das deutlich Lust machte auf mehr ROTOR. Die für alle Freunde gitarrenorientierten, auf der Höhe der Zeit befindlichen Stonerrrocks absolut empfehlenswerte Scheibe ist erhältlich bei Elektrohasch Records oder sicherlich bald über Setalight Records.

Ralf Stierlen, (Impressum, Artikelliste), 04.04.2005

Bilder: Peter Tenzler, (Artikelliste), 24.03.2005

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