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Konzertbericht:
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THE HOLLIES - Besetzung 2004: Peter Howarth - Vocals "70er Show" - das Motto hört sich einigermaßen schrecklich an. War es aber gar nicht: Die Halle Münsterland zeigte sich einfach nur ausverkauft, jedoch nicht von knallvollen Partyfans dominiert (man sah erst nach den Hollies einige beschwipste Hausfrauen mit Rot-Kreuz-Assistenz). Stattdessen überwog nettes Publikum, das zu Anfang die fröhlichen "Kiddies' Songs" der RUBETTES und der TREMELOES munter beklatschte, zu Recht bei deren durchaus sauberem Satzgesang. Ob die HOLLIES solch einen ausgefeilten Chor auch zu Gehör bringen würden - nach wenigen Proben mit ihrem neuen Sänger Peter Howarth? Bisher war der vielbeschäftigte Studio- und Bühnen-Sänger (übrigens auch ein versierter Gitarrist) ein Backing Boy bei Cliff Richard, außerdem Musical Star bei der "Only The Lonely" Roy-Orbison-Story und dem mit 10CCs Rick Fenn eigens komponierten "Robin - Prince Of Sherwood". "He looks good and sounds good", so hatte Drummer Bob Elliott Peter Howarth angekündigt. Beides bewahrheitete sich in Sekunden. Peter lief auf die Bühne - sympathische Erscheinung: recht klein, schwarzes Haar, ein gewinnendes Lächeln. Kaum hatte er die Zeile "If you ever see a man with no heart" gesungen, war klar - Peter hat Kraft, Charisma und Klarheit, Allan Clarke zu ersetzen - er geht stimmlich als ein junger "Clarkey" durch, ohne das Original auch nur ansatzweise zu imitieren. Darüber hinaus: Beim ersten Refrain dieses Openers I'm Alive klangen die Hollies-Chorstimmen in der Kombination Howarth-Hicks-Coates sauberer und echter als irgendwann in den letzten 15 Jahren. Die Hollies "original", wo sie mit dem seligen Carl eher interessant und originell wirkten. Das Hitprogramm wurde abgespult, als sei diese Besetzung seit Wochen unterwegs - und nicht bei der Premiere: Here I Go Again, Jennifer Eccles genau auf den Punkt, Hit-Versionen. On A Carousel dann mit Alan Coates, wie immer bestechend in der Rolle des Graham Nash. Die beiden langsamen Klassiker He Ain't Heavy und Air That I Breathe machten noch einmal besonders deutlich: Dieser neue Sänger ist ein "heavy" Einkauf, und sein korrektes "breathing" gibt ihm eine vokale Bandbreite und Reserve, die solche Balladen zum reinen Genuss machen - in all ihrer Originaltreue und mit Raum für eigene kleine Additionen. Wie zu "Wayne's World"-Zeiten verknäulten sich die vier Fronthollies Peter, Tony, Alan und Ray Stiles schließlich an einem Mikro, um sich vor sinfonischem Backing von Ian Parker, und dirigiert von Bobby, mit dem träumerischen It's In Everyone Of Us zu verabschieden - für Howarth ein Heimspiel aus dem Cliff-Repertoire. Diese Hollies können noch jahrelang so weitermachen, "The Long Road Home", so ihr CD-Boxentitel, ist noch lange nicht zu Ende. Setlist: Uli Twelker, (Artikelliste), 10.10.2004
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